Dauerausstellung

Heimstetten vor 2000 Jahren: Archäologische Dauerausstellung “Heimstettener Gruppe”  in der Silva-Grundschule

Am 22. März 2007 wurde in der Aula unserer Schule die Dauerausstellung der sogenannten Heimstettener Gruppe mit einem Festprogramm eröffnet:

Nach der Begrüßung durch Rektor Karl Segerer und dem Festvortrag Dr. Bernd Steidls von der Archäologischen Staatssammlung erfolgte die offizielle Eröffnung durch Bürgermeister Heinz Hilger.

Danach zeigte die Klasse 1 a mit ihrer Lehrerin Edda Zollner ihr Können mit einem Countrydance. Die Klasse 4 a führte das selbst verfasste Theaterstück "Wer schreibt, der bleibt" unter Leitung ihrer Lehrerin Angela Hilger auf, bei dem es um das Mädchen Silva im frühen Heimstetten ging. Roland Rotter, der ehemalige Rektor der Nachbargrundschule, umrahmte die Eröffnungsfeier musikalisch.

Im Schaukasten der Aula sind nun zahlreiche Fundstücke der Ausgrabungen auf dem heutigen Sportgelände zu sehen. In einer Vitrine steht eine lebensgroße Puppe, der damaligen Zeit gemäß gekleidet und geschmückt.

Für unsere Schülerinnen und Schüler ist das unsere Namenspatronin Silva!

Auszüge aus den Texten der Archäologischen Staatssammlung München

Kelten und Römer – Die „Heimstettener Gruppe“

Drei im Jahr 1972 beim Hausbau in Heimstetten gefundene Frauengräber haben den Namen dieses Ortes in der internationalen Fachwelt bekannt gemacht. Als „Heimstettener Gruppe“ wird seitdem eine Bevölkerung keltischer Prägung bezeichnet, die nach der römischen Eroberung während des 1. Jahrhunderts n. Chr. in weiten Teilen des Alpenvorlandes beheimatet war und von der Funde an verschiedenen Plätzen zu Tage gekommen sind. ...

Großflächige neue Ausgrabungen in den Jahren 2000-2003 haben wiederum in Heimstetten und unweit der Funde von 1972 ausgedehnte Siedlungsspuren und sieben weitere Körpergräber erbracht. ...

Die Frauen

Das auffälligste Element der „Heimstettener Gruppe“ im 1. Jahrhundert n. Chr. ist die eigentümliche Frauentracht. Im Boden erhalten geblieben sind davon allerdings nur die unvergänglichen Bestandteile aus Metall, Glas und Bernstein. ...

Markantestes Bekleidungsstück ist der breite, vollständig mit Bronzenieten besetzte Gürtel mit mächtigem Schließhaken. Der Gürtel wurde sichtbar über Ober- und Untergewand getragen. Das Untergewand war knöchellang und langärmlig. Zum Verschluss des Halsausschnittes dienten zwei kleinere Gewandspangen aus Bronze. Das schürzenartige Obergewand muss aus dickem, schwerem Stoff bestanden haben. Darauf weisen die sehr großen Gewandspangen der Schulterverschlüsse hin. Als Kopfbedeckung können Schleier oder Hauben angenommen werden.

Eine wichtige Rolle in der Tracht spielte der massiv gegossene bronzene Ringschmuck, der an beiden Handgelenken und um den Hals getragen wurde. Am Hals konnten Ketten aus großen Bernstein- und Glasperlen die Halsringe ergänzen oder ersetzen. ...

Presseberichte der Eröffnungsfeier

(zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken!)

(Süddeutsche Zeitung, Landkreis München Nord vom 24.3.2007)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Münchner Merkur, Landkreis München Nord vom 24.3.2007)

Vorberichtserstattung nach dem Beschluss des Gemeinderats:

(Süddeutsche Zeitung, Landkreis München Nord, Januar 2007)